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Ort des Trosts und des Wandels 

 

Für viele Menschen ist der Besuch am Grab ein Teil aktiver Trauerbewältigung

 

Das Gefühl des Verlustes, wenn man sich bewusst wird, wie sehr einem der geliebte Mensch fehlt – es ist ungewohnt und schmerzhaft.  Auch wenn der geliebte Mensch nicht mehr da ist: Irgendwann – das ist zumindest jedem Traunernden zu wünschen – tritt der Schmerz in den Hintergrund, macht Platz für Erinnerungen an die schönen, guten Momente, die man miteinander erlebt hat. 

 

Wann dieser Prozess spürbar wird, ist wohl bei jedem unterschiedlich. Besuche am Grab der Verstorbenen und die Pflege ihrer Stätte können dabei helfen. Wer sich meist aus räumlichen oder zeitlichen Gründen nicht in der Lage sieht, ein Grab selbst zu pflegen, nimmt mitunter die professionelle Hilfe von Friedhofsgärtnern in Anspruch, die die Arbeit zuverlässig erledigen können, auch besondere Anlässe werden berücksichtigt. Dies gibt den Hinterbliebenen das gute Gefühl, dass alles ordentlich, kontinuierlich und wunschgemäß gemacht wird. 

 

Wer Grabbesuche und dessen Pflege regelmäßig für sich einplant, kann dies als Chance für den eigenen Schmerz sehen, allmählich eine andere Form anzunehmen. Gerade der Grabpflege kann hier eine wichtige Bedeutung zukommen: Der Endgültigkeit des Todes und seiner Unbegreiflichkeit begegnet der Trauernde mit Aktivität, schafft mit den eigenen Händen etwas, das sich im Spiegel der Jahreszeiten immer wieder neu zeigen kann. So stehen jetzt im Herbst unsere Friedhöfe zum einen ganz im Zeichen der warmen leuchtenden Farben, die die Natur noch einmal hervorbringt, bevor sie ihr Wachstum verlangsamt beziehungsweise ruhen lässt. Zum anderen ist es für viele Trauernde wichtig, das jeweilige Grab für die großen Gedenktage im November – Allerheiligen, Allerseelen und Totensonntag – besonders schön herzurichten. Dem ging sozusagen ein Herbstputz voraus: Formgehölze und Bodendecker haben im September nochmal einen ordentlichen Schnitt bekommen, mit dem sie gut vorbereitet in die kühle Jahreszeit gehen. Einjährige Sommerblüher wurden am besten einige 

Wochen vor Allerheiligen entfernt. So haben neue Pflanzen noch die Möglichkeit, sich an den Boden zu gewöhnen und vor Wintereinbruch einzuwurzeln. Robuste Herbstblüher wie Erika und Heidepflanzen eignen sich, ebenso wie Astern (die auch „Allerseelenblumen“ genannt werden) und farbenfrohe Chrysanthemen, hervorragend für das Wechselbeet im Herbst, da sie auch Frost gut überstehen. Wenn sich Moose am Grabstein festgesetzt haben, muss das nicht immer unschön aussehen. Manche Menschen beziehen diesen Lauf der Natur bewusst mit in die Grabgestaltung ein.

 

Zu den Gedenktagen setzen Gestecke und Kränze in allen Farben und Größen zusätzliche Akzente beim Grabschmuck. Besonders hübsch sind Arrangements, die auch die Erntezeit zum Thema haben: So symbolisieren kleine Zierkürbisse, Früchte von Rosskastanien, Zierpaprika oder Kornähren den Kreislauf des Lebens – ebenso wie die Zwiebeln von Krokussen, Hyazinthen, Narzissen oder Tulpen, die jetzt im Herbst in die Erde gesetzt wurden und dort auf den Frühling warten, um dann wieder in voller Blüte zu erstrahlen.

 

Für viele Trauernde ist besonders der Herbst mit seinen Gedenktagen ein wichtiger Zeitpunkt, die Gräber schön herzurichten.
Foto:gpp